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Mai 2017

Das MBUI-Fondsmanager-Tagebuch - Transparenz nur für Investment-Professionals?

Es gibt klare Regeln, welche Informationen ein Anlageinteressent vor Erwerb eines Fonds erhalten muss. Die offiziellen Dokumente sind klar definiert: Fondsprospekt, Jahres- bzw. Halbjahresbericht und vor allem die "Wesentlichen Anlegerinformationen", die im allgemeinen Sprachgebrauch der Branche auch "KIID" (Key Investor Information Document) genannt werden. Wie diese Informationen auszusehen haben, ist gesetzlich klar geregelt. Die zuständige Aufsichtsbehörde (im Fall des in Deutschland aufgelegten Mehrwertphasen Balance UI - kurz: MBUI - ist dies die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht - kurz: BaFin) überprüft vor Zulassung eines Fonds zum öffentlichen Vertrieb, ob die eingereichten Dokumente den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Zusätzlich kann auch eine Werbebroschüre undoder ein Factsheet (also ein Datenblatt mit den aktuellen Informationen zur Allokation, zur Wertentwicklung etc.) ausgehändigt werden. Auch für solche Informationen gibt es einen klaren rechtlichen Rahmen, weshalb z.B. stets ein Hinweis enthalten ist, dass eine Werbebroschüre oder ein Factsheet keine Beratung ersetzen kann und keine Aufforderung zum Kauf sein soll und dass die Grundlage für die Anlageentscheidung einzig und allein die zuvor genannten Dokumente sind.    

Nun sind allerdings die wesentlichen Anlegerinformationen, die natürlich mit den Angaben des Prospektes korrespondieren müssen, bei Weitem nicht so aussagekräftig, dass ein Anleger tatsächlich verstehen kann, was mit seinem investierten Geld passiert. Im Prospekt - und damit im KIID - wird nämlich in der Regel nur der maximal mögliche Rahmen beschrieben, unabhängig davon, ob der Fondsmanager diesen auch ausnutzt. Oft sind Finanzanlageinstrumente erwähnt, die wohl niemals zum Einsatz kommen dürften, weil sie mit dem Fondskonzept gar nichts zu tun haben. Gerade für vermögensverwaltende Misch- und Alternative-Fonds sieht der Prospekt häufig flexible Allokationsbandbreiten (also bspw. "Aktien von null bis 100%") vor, die tatsächlich nicht ansatzweise ausgenutzt werden. Auf Basis der Prospektangaben wird jeder Fonds dann von den verschiedenen Internetportalen (Onvista, und Ratinggesellschaften klassifiziert. Wen wundert´s, dass es dabei zu unterschiedlichsten Ergebnissen kommt.

So ist der MBUI bei Morningstar, einem der renommiertesten Ratinganbieter, als "Mischfonds EUR flexibel - Global" klassifiziert. Er bewegt sich dort in einem Fondsuniversum, welches in Krisenzeiten regelmäßig zweistellige Verluste ausweist, die nicht selten auch 20% oder 30% betragen. Im Gegensatz dazu richtet der MBUI seine Anlageentscheidungen daran aus, temporäre Verluste möglichst auf den einstelligen Bereich zu limitieren. Umgekehrt ist bspw. ein Fonds wie der "Kapital Plus" bei Morningstar als "Mischfonds EUR defensiv" klassifiziert, weil er im Prospekt die Bandbreite für Aktieninvestitionen auf 20% bis 40% beziffert. Dies hat jedoch den Anleger nicht davor bewahrt, dass er in der Finanzkrise einen Verlust von 20,89% in Kauf nehmen musste, der erst knapp 27 Monate später wieder aufgeholt war.

Ein extrem defensiver Fonds wie der in der nebenstehenden Grafik abgebildete   erwirtschaftet seine Ergebnisse durch Investition in Derivate, die ihm einen aufs Fondskapital umgerechneten Aktienanteil von bis zu 100% bescheren. Klar, dass ein solcher Fonds als "gefährlich" eingestuft wird, obwohl er doch offensichtlich gerade für defensive Anlegerdepots bestens als Beimischung geeignet wäre. (Anm.: Der Fonds befindet sich im Softclosing, um die Mittelzuflüsse zu begrenzen).

Stellen Sie sich nun einen Fonds vor, der eineinhalb bis dreimal so viel in die gleichen Derivate investiert. Dies hätte zur Folge, dass die Schwankungen bis zu dreimal so stark ausfallen und dass der bisherige Maximalverlust des Helium-Fonds von 1,28% (!) ebenfalls bis zu dreimal so hoch ausfallen könnte. Wäre der MBUI in einen solchen Fonds investiert, so würde der hochgerechnete Aktienanteil dieses Fonds bis zum Dreifachen seines Investitionsvolumens ausmachen. Das klingt gefährlich, doch offensichtlich ist das Gegenteil der Fall, denn ein solcher Fonds würde das Gesamtrisiko des MBUI eher dämpfen als erhöhen.

Das Konzept des MBUI sieht vor, bei anhaltender Niedrigzinsphase auf Fonds mit hohem Anleihenanteil, der bislang für die gute Entwicklung hauptverantwortlich war, zu verzichten. Die Beimischung alternativer Zielfonds, die durchaus 50% des MBUI-Volumens ausmachen können, soll stattdessen für die Risikobegrenzung sorgen. Der oben beschriebene Fonds ist nur ein Beispiel, denn tatsächlich sind es eine ganze Reihe völlig unterschiedlicher Anlagekonzepte, die sich wechselseitig ergänzen sollen, um dem MBUI auch weiterhin eine schwankungs- und verlustarme Entwicklung zu sichern. Hohe Transparenz halten wir deshalb für eine wichtige Grundlage guter Beratung.

Um anhand jeder einzelnen Investitionsentscheidung klarzumachen, wie diese sich in das Gesamtkonzept des MBUI einfügt oder um zu erläutern, nach welchen Kriterien die Zielfondsauswahl erfolgt, wird für den MBUI ein Fondsmanager-Tagebuch geschrieben. Erläuterungen zum Risikomanagement, Erklärung der eigens für die Mehrwertphasen-Strategie entwickelten Kennzahlen, Kommentierung tagesaktueller Entwicklungen ... all das und noch viel mehr findet man in diesem Tagebuch.

Wichtiger Hinweis: Zur Illustration sind teilweise unterjährige Grafiken und andere nicht mit den einschlägigen Bestimmungen in Einklang zu bringende Darstellungen notwendig. Aus diesem Grund darf das MBUI-Fondsmanager-Tagebuch Anlegern bzw. Anlageinteressenten nicht ausgehändigt werden. Investment-Professionals können im geschützten Bereich ("Für Berater & Institutionelle Investoren") für den regelmäßigen Empfang des Fondsmanager-Tagebuchs (jeweils ein Update pro Monat) registrieren. Anleger bzw. Anlageinteressenten sollten Ihren Berater auf diese Möglichkeit aufmerksam machen.

 

 

 

 

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